
Jugendreise nach Sarajevo
Die Jugendreise 2026 führte uns dieses Jahr nach Bosnien-Herzegowina, in die Hauptstadt Sarajevo. Drei Tage lang sind wir mit 19 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Geschichte und Kultur des Landes eingetaucht.
Begonnen haben wir am Ankunftstag mit einem Ausflug zur Bobbahn der Olympischen Winterspiele von 1984. In den verlassenen Überresten der Bahn genossen wir die Aussicht auf die Stadt, bewunderten die kunstvollen Graffitis und liefen die Strecke zurück in Richtung Stadt, wo wir den ersten Abend bei traditionellem bosnischen Essen gemeinsam ausklingen ließen.
Am zweiten Tag hatten wir die Möglichkeit, Sarajevo etwas genauer kennenzulernen. Im „Jerusalem des Ostens“ kommen viele Religionen zusammen – das wurde besonders durch die Vielzahl an Gotteshäusern in den Straßen Sarajevos sichtbar. Auch die traurige und gewaltvolle Geschichte der Stadt spiegelte sich in manchen Gebäuden oder den „Rosen von Sarajevo“ (Sarajevske ruže) wider, die die Einschlagsorte der Granaten markieren. Ein besonderer Moment war der Besuch des Ortes, an dem das Attentat auf Franz Ferdinand verübt wurde – der Auslöser des Ersten Weltkriegs. Auch die verschiedenen kulturellen Einflüsse – insbesondere die osmanischen und österreichisch-ungarischen – die Sarajevo im Laufe der Zeit geprägt haben, ließen sich im Stadtbild überall erkennen. Neben den historischen Facetten konnten wir auch das moderne Sarajevo mit seinen Cafés, Bars, Märkten und Kunstszene durch die Stadtführung entdecken.
Da Sarajevo das Partnerbistum von Limburg ist, besuchten wir anschließend das dortige Jugendzentrum, bevor wir am Nachmittag die Stadt auf eigene Faust weiter erkundeten.
Am Samstag haben wir auch die Umgebung Sarajevos erkundet. Auf unserer Rundfahrt konnten wir die beeindruckende Natur und Landschaft des Landes erleben. Wir besuchten unter anderem Mostar mit der berühmten „Stari Most“, der alten Brücke, die seit 2005 UNESCO-Welterbe ist. Außerdem sahen wir die Kravice-Wasserfälle, mittelalterliche Steinstädte und das Dervish-Haus. Den letzten Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen in der Stadt ausklingen.
Mit vielen neuen Eindrücken und dem ein oder anderen Souvenir ging es schließlich zurück nach Hause. Ich denke, ich spreche im Namen der ganzen Gruppe, wenn ich sage, dass sich uns an diesem Wochenende eine neue, spannende Welt eröffnet hat, über die wir zuvor so wenig wussten.
